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Neurobiologie-Camp vom 17.-21.10.2016

Während der Herbstferien hat Dario D’Alò Fonseca am Neurobiologie-Camp des XLABS in Göttingen teilgenommen. Praktikumsplätze im XLAB sind sehr begehrt und man muss sich frühzeitig dafür bewerben.

Dario hat sich besonders für neurobiologische Fragestellungen interessiert, was in der E-Phase eher ungewöhnlich ist, da Neurobiologie erst in Q3 Thema im Unterricht wird. Dank eines super Zeugnisses, eines Neurobiologie-Tests und seines Engagements in der Chio-AG konnte Biologielehrer Dominik Winicker Dario überzeugend an das XLAB empfehlen. Dario erhielt einen der wenigen Plätze im Praktikum und kann jetzt davon berichten:

Das Neurobiologie-Camp des XLAB Göttinger Experimentallabors für junge Leute e. V. bietet interessierten Oberstufenschülern die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen und den Max-Planck-Instituten tiefgreifende Einblicke in die Themengebiete der Neurobiologie, Biochemie und Biophysik zu bekommen. Dabei folgt nach einer theoretischen Erarbeitung diverser naturwissenschaftlicher Inhalte das praktische Experimentieren in Teamwork mit den anderen elf Teilnehmern. Dies geschieht unter Anleitung der Dozenten Dr. Barbara Ritter und Dr. Michael Ferber.

Nach der Anreise am Sonntag in ein nahe gelegenes Hotel stand ein gemeinsames Abendessen auf dem Plan. Bei dieser Gelegenheit konnte man alle Teilnehmer, auch die des parallel laufenden Chemie-Camps, kennenlernen.

Am Montag wurde man freundlich im Experimentallabor begrüßt. Nach der Vorstellung und einer Einführung zur Entstehung des XLABs leitete Dr. Ritter das Thema „Membranpotentiale“ ein. Anschließend wurde man in die Gerätschaften, wie zum Beispiel das elektrische spannungsmessende Oszilloskop, eingearbeitet. Dies war eine Voraussetzung für das aktive Experimentieren an den folgenden Tagen.

Thematisch wurden neben den Membranpotentialen (z.B. Ruhe- und Aktionspotentiale) auch die Zweielektroden-Spannungsklemme - eine Messmethode zur Registrierung von Strömen an Zellmembranen - und das visuelle System behandelt.

Bei der Zweielektroden-Spannungsklemme stachen wir zwei Elektroden in eine Eizelle des afrikanischen Krallenfrosches ein und konnten anhand zusätzlicher Methoden Spannungsverhältnisse und Konzentrationen ermitteln.

Ein ebenfalls nennenswerter Versuch war das Ableiten von Elektroretinogrammen am Heuschreckenauge. Mithilfe des Oszilloskops konnten wir hier Untersuchungen am Heuschreckenauge vornehmen, welche uns Auskünfte über dessen Funktionsweise gaben.
Zu den Highlights gehört zudem auch der wissenschaftliche Vortrag von Prof. Dr. Silvio Rizzoli, der uns noch einmal grundlegende Informationen zur Funktionsweise der Synapse vermittelte. Weiterhin konnte er uns mehr über das Berufsbild eines naturwissenschaftlichen Forschers erzählen.

Allgemein war für mich das Neurobiologie-Camp eine einzigartige Veranstaltung. Nicht nur die sehr guten Möglichkeiten, Grundlagen der Neurobiologie zu erforschen und zu dokumentieren, sondern auch die gemeinschaftlichen Unternehmungen mit den anderen Teilnehmern machen das Camp zu einer außergewöhnlichen und wertvollen Erfahrung.

 

Dario D’Alò Fonseca u. Dominik Winicker (Autoren) / Angelika Schneider (Bearbeitung)

 

dario