
Andrii Chereshnyk hat den Mathematikwettbewerb der E‑Phase an unserer Schule gewonnen.

Der Wettbewerb wird vom Zentrum für Mathematik ausgerichtet und richtet sich an besonders begabte sowie mathematisch interessierte Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase (11. Jahrgangsstufe).
Der Hessische Wettbewerb wurde im März 2000 eingeführt und wird seitdem jährlich im Auftrag und in Kooperation mit dem Hessischen Kultusministerium veranstaltet.
Der Mathematikwettbewerb der E‑Phase bietet mathematisch interessierten Jugendlichen der gymnasialen Oberstufe die Möglichkeit, sich mit anspruchsvollen Aufgaben über den regulären Unterricht hinaus auseinanderzusetzen. Dies hob die Fachleiterin Vera Wanke bei der Würdigung von Andrii besonders hervor.
Herzlichen Glückwunsch, Andrii!
Text und Fotos: Stefan Gräser
Kleine Kostprobe aus dem Wettbewerb des letzten Jahres
Christiaan Huygens (1629 -1695) stellte in seinem „Tractatus de ratiociniis in
ludo aleae“ (1657) den Lesern folgendes Problem:
Drei Spieler A, B und C nehmen 12 Steine, von denen 4 weiß und 8 schwarz sind, und spielen unter der Bedingung, dass derjenige Spieler Sieger sei, der als erster mit verbundenen Augen einen weißen Stein ergreift; dabei solle zuerst A, dann B und schließlich C ziehen, dann wieder A und so fort. Gefragt wird, in welchem Verhältnis ihre Chancen zueinander stehen.
Jan Hudde (1628 – 1704) schickte Huygens im Frühjahr 1665 seine Lösung. Überzeugt, richtig gerechnet zu haben, schickt Huygens daraufhin seine eigene, abweichende Lösung am 4.4.1665 an Hudde. Gleich am nächsten Tag fand Hudde den Grund für die Diskrepanz. Die Aufgabe war nicht eindeutig formuliert!
- Huygens hatte bei seiner Lösung mit der Annahme gerechnet, als würden die Steine mit Zurücklegen gezogen. Zu welchem Ergebnis kam Huygens? Berechnen Sie.
- Hudde hatte die Aufgabe so verstanden, dass die Steine ohne Zurücklegen gezogen werden. Welche Werte erhielt er so? Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeiten nun im Sinne von Hudde.
