Entlassungsfeier der Abiturientinnen und Abiturienten 2026
Beinahe surreal wirkte der Blick von der Bühne in die Zuschauerränge. Gefühlt jeder zweite Gast fächelte sich mit einem Handfächer Luft zu, sodass man für einen Moment den Eindruck gewinnen konnte, als würde die gesamte Festgesellschaft gleich zu einem gemeinsamen Höhenflug ansetzen.
Verantwortlich für dieses Bild war die außergewöhnliche Sommerhitze, die an diesem Junitag auch der Entlassungsfeier in der Gutenberghalle ihren Stempel aufdrückte. Der eigentliche Anlass blieb dennoch klar im Mittelpunkt des Geschehens. Die mitgebrachten Handfächer wurden allerdings für viele Gäste zu stillen, aber unverzichtbaren Begleitern dieses besonderen Tages.

140 Schülerinnen und Schüler aus acht Tutorien sollten im späteren Verlauf der Veranstaltung ihr Abiturzeugnis erhalten. Mit einem Gesamtschnitt von 2,29 wurde das Abitur erfolgreich abgeschlossen, sieben Absolventinnen und Absolventen erreichten die Traumnote 1,0.
Trotz der hohen Temperaturen war die Atmosphäre von Feierlichkeit, Freude und großem Stolz geprägt. Überaus ansprechende musikalische Beiträge und launige Ansprachen umrahmten die Verabschiedung, bevor die Tutorien sowie die Preisträgerinnen und Preisträger mit langanhaltendem Applaus geehrt wurden.
Im Folgenden eine bebilderte Chronologie der Ereignisse dieses besonderen Tages:
Der stellvertretende Schulleiter Andreas Müller eröffnete die Veranstaltung und führte durch das Programm.

Begrüßungsrede – Bettina Wannowius
Wie in jedem Jahr lehnte sich unsere Schulleiterin in ihrer Rede inhaltlich an das aktuelle Abimotto an. So kam sie schnell zu der Vermutung, dass mit „THERABIE – Wir verlassen die Anstalt“ eher nicht die Bildungs-, sondern vielmehr die Irrenanstalt gemeint sein könnte. Dieser Bezeichnung konnte sie sogar etwas abgewinnen. Für die Institution Schule sei der Begriff „überraschend treffend gewählt“, auch wenn es einige wesentliche Unterschiede gebe. Im Gegensatz zu einer derartigen Einrichtung dürfe man an der ADS schließlich die Smartphones behalten, und die Türen stünden offen, um die Schülerinnen und Schüler auf die Gesellschaft loszulassen.
Spiele man die Metapher weiter, so seien die Lehrkräfte die entsprechenden Pflegerinnen und Pfleger, die für jeden Patienten die passende Therapie anwenden würden – in den meisten Fällen erfolgreich.
Nicht vergessen werden dürfe dabei die Elternschaft, die vor und nach zahlreichen Stress- und Prüfungssituationen die emotionalen Schwankungen ihrer Schützlinge auszuhalten hatte.
Doch auch wenn die „Anstalt“ manche an den Rand eines Nervenzusammenbruchs geführt habe, stelle sich die Sehnsucht nach ihr oft überraschend schnell wieder ein, so Wannowius.
Denn mit dem Verlassen der Schule komme die Freiheit – und mit der Freiheit die Verantwortung, Entscheidungen zu treffen und mit deren Konsequenzen umzugehen.
In der Schule hätten die Abiturientinnen und Abiturienten gelernt, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Letztlich bleibe jedoch die Frage offen, wer in dieser „Anstalt“ tatsächlich verrückter gewesen sei: diejenigen, die versucht haben, etwas beizubringen, oder diejenigen, denen etwas beigebracht werden sollte.

Schülerrede – Lars Stöter
Lars Stöter nutzte seine Rede zunächst dazu, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften seinen Dank auszusprechen. So würdigte er den Einsatz all jener, die sich für das Gelingen des Abiballs engagiert hatten. Außerdem dankte er dem Verbindungslehrer Herrn Junghans für die gute Zusammenarbeit sowie den Leiterinnen der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ für ihre Unterstützung bei der erfolgreichen Durchführung des Tags der Vielfalt im vergangenen Schuljahr.
Seinen Mitschülerinnen und Mitschülern gab er zudem einige Ratschläge mit auf den Weg: Neues auszuprobieren, Grenzen auszutesten und Fehler zu machen. Gerade diese Erfahrungen würden dazu beitragen, Neues kennenzulernen und sich weiterzuentwickeln.
Zum Abschluss verabschiedete er sich mit den Worten: „Herzlich viel Glück!“

Der Höhepunkt der Veranstaltung wurde von drei wunderbaren musikalischen Schülerdarbietungen eingerahmt, welche die Zuschauer – vollkommen zu Recht – zu wahren Begeisterungsstürmen hinriss.



Jetzt aber endlich die einzelnen Tutorien nach der Zeugnisausgabe:








Ehrungen für besondere Leistungen
Außerdem wurden auch wieder Ehrungen für besondere Leistungen durchgeführt:
In den Mint Fächern waren das:
- Julie Gleitsmann, Klemens Martini und Jan Hofmann für Chemie
- Jan Hofmann für Informatik
- Klemens Martini und Julie Gleitsmann für Mathematik
- Mia Göller, Mark Bökemeyer und Larisa Zurkolic – Merck-Abiturpreis
- Mia Göller, Xenia Greb, Lena Gütte, Celina Hohenstein, Hannah Hohenstein – Carl-von-Frisch-Preis

Im Bereich Kultur und Fachbereich I
- die Mitglieder der Theater- und Bühnenbau AG

- Emily Spieß und Klemens Martini als scheidende Mitglieder der Schulband

Im Bereich des Fachbereichs II
- Jonathan Wilde – Ethik
- Klemens Martini – Philosophie

Der Sozialpreis der Schule, überreicht von den Vorsitzenden des Fördervereins Initiative, Sigrid Weber und Pamela Schönfeld, ging dieses Jahr an drei Schüler: Jadon Breuer, Jan Hofmann und Lars Stöter.

Ein besonderer Dank galt außerdem dem Hausmeister der ADS, Norbert Vilhard, sowie den beiden Sekretärinnen Susanne Gotta und Ariane Dill, von denen Letztere stellvertretend die Glückwünsche entgegennahm.

Die Besten der Besten: 7-mal die Abiturnote 1,0:
Julie Gleitsmann: (877/900 Punkte)
Klemens Martini: (876/900 Punkte)
Hannah Hohenstein: (859/900 Punkte)
Celina Hohenstein: (849/900 Punkte)
Jan Hofmann: (840/900 Punkte)
Rita Buchert: (837/900 Punkte)
Milla Berwanger (830/900 Punkte)

Im Anschluss verweilten viele Gäste noch im Schatten der Bäume vor der Gutenberghalle, nutzten die Gelegenheit für Erinnerungsfotos und stießen bei einem Glas Sekt auf das bestandene Abitur an.



