Lagerfeuermomente statt WLAN

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Als unsere Tutoren uns von der anstehenden Kennenlernfahrt erzählten und die Worte Wolfhausen, kein Netz und pädagogische Gemeinschaftsspiele, um den Klassenzusammenhalt zu stärken, fielen, hat sich die Vorfreude auf die Kennenlernfahrt erstmal in Grenzen gehalten.  

Jedoch war die Kennenlernfahrt mitten in den Marburger Wald, eine verbindende und essenzielle Erfahrung für die Tutorien.  

Das idyllische Gelände im Marburger Wald ist, wie erwartet, abgeschnitten von jeglicher Art von Netz oder Wlan, das hatte jedoch einen enormen positiven Aspekt. Man musste sich mit seinen Mitschülerinnen und Mitschülern oder den Jahrgangskameraden unterhalten und auseinandersetzen. Dies hatte, neben den pädagogischen Spielen, den größten Effekt auf den Klassenzusammenhalt.  

Die Tage begannen immer mit Frühstück, woraufhin dann das Vormittagsprogramm startete. Im Anschluss wurde zu Mittag gegessen und der zweite Teil der pädagogischen Herausforderungen folgte. Ab 17 Uhr hatte man Freizeit, unterbrochen nur durch das gemeinsame Abendessen.

Manche spielten Basketball andere spielten zusammen im Gemeinschaftsraum. Besonders in diesen Momenten ist man als Klasse, in den verschiedensten Konstellationen, zusammengewachsen, da man ohne Netz, auf Interaktionen voneinander abhängig war. 

Das Highlight aus meiner Sicht war immer das Lagerfeuer am Abend. Das waren die Punkte, wo ein echter, authentischer Austausch zwischen uns stattfand. Und nicht nur innerhalb einer Klasse, sondern klassenübergreifend. Egal, ob es politische Debatten, Smalltalk oder Musik hören war, das Lagerfeuer war der zentrale Punkt des Kennenlernens.  

 Im Allgemeinen hat die Kennenlernfahrt das geschafft, was erwünscht war, Zusammenhalt.  

Anna Elisabeth Götz