Der ADS-Schulskikurs 2026 führte erneut ins Zillertal nach Gerlosberg – einem kleinen Straßenweiler hoch oberhalb von Zell am Ziller und unweit der Mittelstation des Skigebiets Zillertal Arena.
Untergebracht sind unsere Schüler und Schülerinnen dort seit vielen Jahren im Enzianhof, der auf den ersten Blick wie ein klassisches Tiroler Gasthaus wirkt, hinter seiner traditionellen Fassade jedoch mit moderner Ausstattung und funktionalen Räumlichkeiten überzeugt. Diese gelungene Verbindung aus Ursprünglichkeit und Komfort bietet ideale Voraussetzungen für eine intensive und zugleich angenehme Skiwoche.
Auch die Lage der Unterkunft erweist sich Jahr für Jahr als großer Vorteil. Direkt vor dem Haus hält morgens der Skibus, der die Schülerinnen und Schüler in wenigen Minuten mitten ins Skigebiet bringt. Bei guten Schneebedingungen können fortgeschrittene Fahrer das Skigebiet am Nachmittag über eine Hausabfahrt verlassen und direkt bis zur Unterkunft zurückkehren.
Als die Skigruppe heuer in der Morgendämmerung allerdings den Bus verließ – die ADS teilt sich die An- und Abreise traditionell mit der Darmstädter Eleonorenschule, deren Schülerinnen und Schüler im fliegenden Wechsel kurze Zeit später die Heimfahrt antreten – wurde jedoch schnell klar, dass eine Hausabfahrt in diesem Jahr schwierig werden dürfte. So schneearm hatten wir die Region zu diesem Zeitpunkt noch nie erlebt. Trotz zwei folgender Schneetage änderte sich daran im Verlauf der Woche wenig, sodass die Rückfahrt am Nachmittag dieses Jahr auch mit dem Bus erfolgen musste, anstatt bei Sonnenuntergang von der Kreuzwiesenhütte bis zum Enzianhof abzufahren.
Den Bedingungen im Skigebiet tat die Schneearmut allerdings keinen Abbruch. Dank modernster Beschneiungsanlagen bot die Zillertal Arena während der gesamten Woche sehr gute Voraussetzungen für den Skiunterricht. Die gelegentlichen Schneefälle sorgten sogar dafür, dass trotz dünner Schneedecke, sich die Landschaft am Ende doch recht winterlich präsentierte.
In jedem Fall deckte das Skigebiet, mit seinen weitläufigen und abwechslungsreichen Pisten, sämtliche Leistungsniveaus unserer Ski- und Snowboardgruppen ab: vom flachen Übungsgelände mit Zauberteppich und Schleppliften für Anfänger bis hin zu langen, anspruchsvollen Abfahrten mit steilen und teils schwarzen Passagen. Diese Vielfalt ermöglichte es, alle Schülerinnen und Schüler entsprechend ihres Könnens gezielt zu fördern.
Zu Beginn des Kurses erfolgte wie immer eine leistungsgerechte Einteilung in kleine Gruppen. Unter der Leitung von Skisportleiter Peter Neuberger sowie den Skilehrkräften Isabella Dressel, Andreas Müller, Mathias Foitzik, Stefan Gräser und Snowboardlehrer Christian Sundermann wurde im Verlauf der Woche systematisch an Technik, Sicherheit und Fahrstil gearbeitet. Die überschaubaren Gruppengrößen ermöglichten dabei individuelle Rückmeldungen und eine kontinuierliche Weiterentwicklung. Ein Lehrerwechsel zur Wochenmitte setzt zusätzliche Akzente und sorgt für neue Trainingsimpulse.
Der Skiunterricht ist fest in die Profile der Sport-Abiturklassen eingebunden und erwies sich auch 2026 als sinnvolle Ergänzung des schulischen Sportunterrichts. Sowohl Anfänger als auch Fortgeschrittene zeigten sich den sportlichen Anforderungen gewachsen. Bereits vorhandene konditionelle und koordinative Fähigkeiten, gepaart mit hoher Motivation, führten zu deutlich sichtbaren Lernfortschritten.
Am Ende der Woche stellten die Schülerinnen und Schüler ihr Können in einer praktischen Überprüfung unter Beweis. Gefordert ist dabei das sichere Bewältigen eines Steilhanges in kontrollierten Kurzschwüngen, sowie Carven auf flacherem Gelände. Beim Carven werden die Schwünge vollständig auf der Kante gefahren – eine Technik, die Präzision, Körperspannung und Mut erfordert.
Neben dem sportlichen Fortschritt trug auch das gemeinschaftliche Miteinander wesentlich zum Gelingen der Woche bei. Die Abende im Gemeinschaftsraum boten zudem Raum für Austausch, Erholung und geselliges Beisammensein.
Die Stimmung auf der Heimfahrt spiegelte den Gesamteindruck der Woche wider: ausgelassen, zufrieden und geprägt von vielen gemeinsamen Erlebnissen. Für die Schülerinnen und Schüler stand am Ende fest, dass sie nicht nur ihr skifahrerisches Können deutlich verbessert, sondern auch eine intensive und erlebnisreiche Woche miteinander verbracht hatten. Der Schulskikurs 2026 im Zillertal wird ihnen sicher in bester Erinnerung bleiben.
Bericht: Stefan Gräser
Fotos: Ski- und Snowboardlehrer der ADS













































