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Die Robotik-AG stellt sich vor

Aus dem Labyrinth Schule entrinnen – Die Robotik AG macht es möglich

Im Rahmen der Robotik AG befasst sich eine Gruppe engagierten Schüler mit der Programmierung von Lego Mindstorms Robotern.

Seit nun über zwei Jahren beschäftigt sie sich dabei unter der Leitung von Jochen Lohrbächer speziell mit den Problematiken, die beim kartographieren und gezieltem Abfahren eines Labyrinths auftreten.

Zu Beginn des Themenkomplexes wurde der Roboter in ein noch eher dürftig, aus Karton und Pappe errichtetes Labyrinth gesetzt und fand mit einem einfachen Algorithmus über kurz oder lang, jedoch schon zu Beginn sicher den Ausgang, wenn es denn einen gab.

Heute, zwei Jahre später, existieren nicht nur unzählige, vom Schreiner maßgefertigte Labyrinthelemente, sondern auch ein Programm, an dem sich einiges geändert hat. Der Roboter kann nun sicherer und deutlich schneller zum Ausgang finden und sich des Weiteren sogar in einem bereits bekannten Labyrinth problemlos orientieren. Hier können jegliche Felder angefahren werden, so weit dies eben möglich ist. Für den Laien klingt das vielleicht nicht weiter spannend, doch diejenigen, die sich schon ein Mal mit der Problematik beschäftigt haben dürfte klar sein das es sich hier keines Wegs mehr um das klassische „Legospielen“ handelt.

Aktuell wird in der AG noch an der Schnittstelle zwischen den Programmteilen gefeilt, sodass es in naher Zukunft möglich sein soll, das Labyrinth mit einem Roboter zu kartographieren, diese Daten dann über eine drahtlose Verbindung an einen anderen Roboter zu übertragen, sodass dieser dann jeden gewünschten Punkt im Labyrinth anfahren kann.

Schön, doch was hat diese AG nun mit der Realität zu tun? Es handelt sich hierbei natürlich nur um ein verkleinertes Modell, von Robotern die im Alltag dann wirklich vorkommen. Eigenständigen Stabsauger, die Ihr Haus fast vollkommen automatisch reinigen basieren beispielsweise auf derselben Grundlage, wie sie hier in der AG behandelt wird. Mit einer Ausnahme, die Labyrinthwände entsprechen Ihrer Zimmerwand. Außerdem nutzen Bergungsroboter in Krisengebieten eine ähnliche Technik. Sie identifizieren mögliche freie Wege, lokalisieren dann beispielsweise einen Zielperson, die sich in einem brennenden Haus befindet und schaffen es selbstständig, meist effizienter, als ein Mensch zum Ziel vorzustoßen und die Person sicher zu bergen.

Doch nun zurück zur Arbeit in der AG, die relativ flexibel gestaltet ist. Jede zweite Woche treffen Sie sich in einem der Computerräume der ADS und tauschen sich allgemein aus, besprechen Problematiken und programmieren. Des Weiteren gibt es unregelmäßige Fachtage, an denen sich alles um Robotik dreht. Hierzu werden die Schüler vom Unterricht freigestellt.

Allgemein ist die Robotik AG eine schöne Veranstaltung, die vor allem technisch affine Personen ansprechen soll. Inhalte der Informatik, die im Unterricht nur grob behandelt werden, können hier ausführlich besprochen und in ganz anderer Tiefe behandelt werden.