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Chronik - 2003 - Lysistrata

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Theater 2003

 

Aristophanes

"Lysistrata"

 

 

 

 

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Aristophanes - Lysistrata

 

"Lysistrata" wurde 411 aufgeführt (also vor genau 2400 Jahren!), der Name Lysistrata bedeutet, wörtlich übersetzt: Die Heeres-Auflöserin. Bemerkenswert ist, dass in dem Stück die Frauen die Initiative ergreifen, die Frauen, die in Athen politisch nicht gleichberechtigt waren, von denen Sophokles forderte, dass "das Schweigen der Schmuck der Frau" sein solle. Lysistrata und ihre Gefährtinnen schweigen nicht.

Was damals von Aristophanes wohl kaum als Aufruf zur politischen Emanzipation der Frau gemeint war, aber heute - nach unserer Auffassung - als Emanzipationsanspruch der Frauen aufgefasst werden muss: 
Frauen - kreisend um ihren Körpermittelpunkt - bilden das lebensspendende und lebenserhaltende Zentrum, um das sich alles dreht. 

Dagegen wirken die Männer wie lächerliche Kampfhähne: 
Sich selbst reduzierend auf ihr herausragendes Merkmal: den Phallus, legitimieren sie ihre Kriege als folgerichtige Umsetzung der naturgegebenen männlichen Aggressivität - Männlichkeit definiert Schwert.