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23. Erfinderlabor: Talente auf dem Sprung

Finn Robin Maaß von der Alfred-Delp-Schule in Dieburg forschte in Frankfurt und Zwingenberg zum Thema Biotechnologie / Kooperation mit Goethe-Universität und BRAIN AG“, so lautet die Einleitung einer Medieninformation, die das Zentrum für Chemie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit aus Bensheim herausgegeben hat und die hier in Auszügen über die Thematik informieren soll:

 

Frankfurt/Zwingenberg. „Sie haben uns Löcher in den Bauch gefragt. Und damit auch uns Wissenschaftler im Denken beflügelt“, sagte die Vizepräsidentin der Goethe-Universität bei der Abschlussveranstaltung des ZFC-Erfinderlabors in Frankfurt. Prof. Dr. Tanja Brühl lobte die Leidenschaft und Lust am Entdecken, die Hessens Top-Nachwuchs an den Tag gelegt hat. Zum dritten Mal war das Zentrum für Chemie (ZFC) an der Hochschule zu Gast und zum 23. Mal hat das ZFC mit Sitz in Bensheim jeweils acht hochbegabte Schülerinnen und Schüler dazu eingeladen, eine Woche lang im Dialog mit Wissenschaft und Wirtschaft eine spannende Zukunftstechnologie kennenzulernen. Diesmal drehte sich alles um die Biotechnolgie – eine wegweisende Querschnittsdiziplin mit enormem Einfluss auf industrielle Anwendungen und Produkte.

 

Unter den Teilnehmern war auch Finn Robin Maaß von der ADS, der sich begeistert zu diesem Projekt äußert: "Das Erfinderlabor hat mir die Möglichkeit gegeben, theoretisch Erlerntes in der Praxis anzuwenden. Die praktische Ausführung bestärkt nicht nur mein Verständnis biologischer Prozesse - vielmehr hilft sie mir persönlich, das Erfahrene langfristig zu behalten. Das ist die beste Methode, sich Wissen anzueignen."

 

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Rita Flad aus dem Referat Gymnasien im Hessischen Kultusministerium prophezeit MINT-Fachkräften exzellente Zukunftschancen. Das Erfinderlabor führe beispielhaft vor, wie die Verzahnung von Schule, Hochschule und Wirtschaft gelingen kann. "Das ZFC schürt die Begeisterung für Naturwissenschaften." Die vom Zentrum entwickelten Unterrichtseinheiten der Initiative "Schule 3.0" kämen am Ende allen Schülern zugute.

Die meisten Teilnehmer am Erfinder-Lab sehen ihre beruflichen Perspektiven in den MINT-Disziplinen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Sie alle gehören zu den leistungsstärksten Oberstufenschülern in ganz Hessen, die vom Zentrum für Chemie nach strengen Kriterien ausgewählt wurden und auch werden mussten, denn für die drei Erfinderlabore im aktuellen Schuljahr 2017/18 verzeichnete ZFC-Vorstand Dr. Thomas Schneidermeier rund 200 Bewerber aus 83 hessischen Schulen.

 

In Frankfurt wurden die auserlesenen Jungforscher drei Tage lang von Wissenschaftlern umfassend betreut, auch die Experimente für das Erfinderlabor wurden von den beteiligten Professoren konzipiert.

Dabei ging es um die effiziente Herstellung bioaktiver Naturstoffe, die Biosynthesewege in Pflanzen und Mikroorganismen sowie um komplexe molekulare Mechanismen bei der Verteilung von Proteinen in Pflanzenzellen: anspruchsvolle Fragestellungen, die trotz straffem Zeitrahmen brillant bewältigt wurden.

 

Das Erfinderlabor, das seit 2005 vom Zentrum für Chemie mit Sitz in Bensheim an der Bergstraße organisiert wird, gilt als eine ideale Möglichkeit, den Nachwuchs für ein Genre mit großen Zukunftschancen zu begeistern, denn die Biotechnologie gilt als Jobmotor.

Laut Institut der deutschen Wirtschaft Köln fehlen bis Ende 2020 rund 1,5 Millionen beruflich qualifizierte MINT-Nachwuchskräfte.

Das Projekt greift Themengebiete auf, die im Unterricht nicht vorkommen oder in diesem Kontext nur partiell behandelt werden können. Es ist Teil der ZFC-Initiative “Schule 3.0 – Zukunftstechnologien in den Unterricht“. Das 2013 gestartete Angebot umfasst unter anderem Workshop-Programme für Lehrkräfte aller MINT-Fächer in den Bereichen organische Elektronik, Elektromobilität und Digitalisierung. Dem gleichnamigen Schulnetzwerk gehören aktuell 13 hessische Schulen mit gymnasialer Oberstufe und die Deutsche Schule Seoul an.

 

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Im Schuljahr 2017/18 finden weitere Workshops zu den Themen Elektromobilität-Brennstoffzellen und Organische Elektronik statt.

 

(Zentrum für Chemie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Bensheim / Angelika Schneider)

 05.10.2017