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Schüler der Alfred-Delp-Schule lernen den sicheren Umgang mit den digitalen Medien

Ein Artikel von Finn Robin Maaß, 17.08.2017

 

Längst haben die digitalen Medien und das Internet ihren festen Platz innerhalb unserer Gesellschaft gefunden und so erscheint es beispielsweise unter Jugendlichen ungewöhnlich, wenn man kein Smartphone besitzt, anders als noch vor zehn Jahren.

Das Fernsehen wird von YouTube abgelöst, Printmedien durch Onlinezeitungen und WhatsApp wird als neues Kommunikationsmedium sogar für Firmen schier interessanter. Weit über eine Milliarde Nutzer zählt Facebook, eine Dimension, der man sich einmal bewusst werden muss. Ein paar Klicks, den Namen, Geburtstag, die Adresse und ein paar Hobbies eingetragen, schon kann man Teil dieses großen Netzwerkes sein und dazugehören. Dazugehören, ein Bedürfnis, das tief in uns verankert ist. Was genau mit unseren Daten geschieht, wissen wir oft nicht, es ist uns ehrlich gesagt auch egal, denn was soll denn schon schlimmes passieren?

 

Möglichkeiten, Risiken und der richtige Umgang mit digitalien Medien

Um diese Passivhaltung zu verändern, benötigt es Aufklärung, welche in Form des Web Literacy Workshops auch an die Alfred-Delp-Schule gelangte. Interessierte Schüler konnten an einem dreitägigen Projekt genaueres über Möglichkeit und Risiken, sowie den damit in Verbindung stehend „richtigen Umgang“ mit digitalen Medien erlernen und ausbauen. An jedem der drei Tage wurden verschiedene Schwerpunkte gesetzt und es fanden verschiedene Sessions statt, welche von den Studenten der Hochschule Darmstadt selbst vorbereitet und vorgestellt wurden. Während am ersten Tag vor allem Online-Tools und verschiedene soziale Netzwerke behandelt wurden, ging es am zweiten Tag primär um den effizientesten Weg, bei Google Informationen zu finden, das Erkennen von Fake News, sowie sichere Alternativen zu den Platzhirschen der sozialen Netzwerke Facebook, Twitter und Instagram. Positiv fiel an allen Tagen der Mix zwischen Eigeninitiative, Gruppenarbeiten und Frontalunterricht auf. Fragestellungen wurden im Kollektiv behandelt und dann dem Rest des Kurses vorgestellt. Als persönliches Highlight entpuppte sich der zweite Tag des Workshops, welcher nicht an der ADS, sondern am Mediencampus der Hochschule Darmstadt stattfand. Durch eine Führung über den Hochschulcampus lernten wir den vielseitigen Studenten-Alltag kennen, und man hatte beinahe das Gefühl, selbst schon als Studierender eingeschrieben zu sein.

 

Unsere Gesellschaft wird immer digitaler – eine Erkenntnis

Der letzte Tag stand im Zeichen der IT-Sicherheit und der Job- und Studienwahl. Wie finde ich den zu mir passenden Studiengang oder einen geeigneten Arbeitsplatz über das Internet? Wie kann ich mich online für Firmen attraktiv präsentieren? Ab wann sollte ich mich bei Xing anmelden und welche Zielgruppe will ich beispielsweise auf Instagram erreichen? In den drei Tagen wurden viele Fragen aus verschiedenen Themengebieten angerissen. Dabei war es allen Teilnehmern natürlich klar, dass man nach dem Workshop nicht allwissend nach Hause geht – das Projekt diente eher als Anstoß, sich auch privat mit dem vielseitigen Thema Medienkompetenz auseinanderzusetzen. Unsere Gesellschaft wird immer digitaler – eine Erkenntnis, die während des Workshops vermehrt aufgetreten ist. Prozesse von der Geld-Überweisung bis hin zum Tracking der täglich gelaufenen Schritte, alles wird digitalisiert und optimiert, Tendenz steigend. Hinsichtlich des rasanten technischen Fortschrittes sollte man sich kontinuierlich weiterbilden. Aus diesem Grund bietet die Alfred-Delp-Schule ab dem kommenden Schuljahr auch die Web Literacy Mentoren AG an, in welcher sich interessierte Schüler einschreiben können, um den langfristig sicheren Umgang mit digitalen Medien zu erlernen und sich weiterzubilden.

 

Anmerkung: Unter https://web-literacy.net finden Sie neben diesem Artikel auch weitere Informationen zu dem Projekt.