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Schulskikurs 2019 - Zurück im Zillertal

Nach dem letztjährigen Kurz-Gastspiel im osttirolerischen Matrei bezog das Ski- und Snowboardkursgefolge in diesem Jahr wieder – jetzt schon zum neunten Mal – Quartier im Zillertal.

Nach der doch etwas unkomfortablen Unterkunft im letzten Jahr, die auch nur einmaligen Terminschwierigkeiten geschuldet war, mutete die Rückkehr in den Enzianhof oberhalb von Zell am Ziller für die Lehrer wie die Rückkehr ins heimische Winter-Wohnzimmer an.

 

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Zurück im Zillertal

 

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Zurück im Enzianhof

 

Die Bedingungen sind dort einfach ideal. Das Haus ist der Inbegriff eines Tiroler Gasthauses, viel altes Holz, viel Gemütlichkeit. Dazu gutes Essen und ausreichend Platz für die Gestaltung der Freizeit nach dem Skifahren. Auch dazu ist das Haus perfekt gelegen. Direkt davor hält morgens der Skibus, der einen in wenigen Minuten mitten ins Skigebiet an die Mittelstation Zell bringt. Fortgeschrittene Fahrer können nachmittags direkt zum Haus abfahren, was es einem noch ermöglicht, hoch oben im Skigebiet dem Sonnenuntergang zu frönen, statt auf den Bus zurück zu warten.

 

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Mit dem Skibus in zwei Minuten bis zur Mittelstation

 

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Über die tief verschneite Hausabfahrt zurück

 

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Dort angekommen - das Lehrerteam

 

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WLAN inklusive - erstmal Kontakt mit zu Hause aufnehmen

 

Das Beschriebene stellt dabei nur die Rahmenbedingungen für die eigentliche Aufgabe in dieser Woche dar: die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sich sicher und gekonnt den Anforderungen der verschiedenen Pisten zu stellen. Das Skigebiet ´Zillertal-Arena` bietet dabei sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene beste Bedingungen. Diese offerieren, vom Zauberteppich und einer Anfängeranlage mit zwei Schleppliften im moderaten Gelände bis hin zur längsten Talabfahrt Österreichs, gespickt mit vielerlei ´schwarzen` Herausforderungen, alles, was das Skifahrerherz höher schlagen lässt.

 

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Richtig schwarz - die Talabfahrt nach Zell

 

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Ein richtig schönes Skigebiet ...

 

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... mit richtig schönen Hütten

 

Die Vorgehensweise, den Ski- und Snowboard-Ausbildungskurs in die Profile der Sport-Abiturklassen zu integrieren, erweist sich dabei als sehr gute Entscheidung. Unsere Schülerinnen und Schüler, ob Anfänger oder Fortgeschrittene, zeigen sich Jahr für Jahr den hoch gesteckten Anforderungen gewachsen. Konditionelle und koordinative Grundlagen, gepaart mit Ehrgeiz und Lernbegeisterung kommen ihnen dabei sehr zugute.

 

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Die Gruppen von Frau Ackermann, Herr Neuberger und ...

 

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... Herr Gräser

 

Am Ende der Skiwoche heißt es schließlich für die Ski- und Snowboardschüler, die neu erworbenen Fähigkeiten in einer Prüfung zu demonstrieren. Zunächst muss ein Steilhang sicher und kontrolliert mit Kurzschwüngen bewältigt werden. Aus den Kurzschwüngen muss dann in einer auf den Steilhang folgenden flacheren Passage ins Carven übergegangen werden. Carving (englisch (to) carve – schnitzen) ist eine Weiterentwicklung des „geschnittenen Schwungs“ beim Skifahren, bei dem die Schwünge vollständig auf den Stahlkanten geschnitten werden, statt durch die Kurve zu driften. Wer diese Riesenslalom-Technik beherrscht, verbindet den Reiz der Geschwindigkeit mit dem Rausch der Kurven.

Am Ende der Lernwoche gelingt beides. Unseren ´Profis` gelingt dies zum Teil so gut, dass sie neben sehr guten Noten auch viele anerkennenswerte Blicke der anderen Skifahrer am Berg auf sich ziehen – und dies wohlgemerkt als Flachländer mitten in den Alpen.

Die Stimmung im Bus auf der Heimfahrt ist entsprechend ausgelassen. In einem Doppeldecker singen und lachen die Schülerinnen und Schüler vom Enzianhof bis zum Parkplatz auf der Leer in Dieburg. Die Lehrer sitzen unten und ertragen dies mit Leichtigkeit. Es war einfach mal wieder eine tolle Woche im Zillertal!

Bericht: Stefan Gräser

Fotos: Birgit Ackermann, Matthias Foitzik, Stefan Gräser